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Experten prognostizieren die Strompreisentwicklung für 2023
Experten prognostizieren die Strompreisentwicklung für 2023 (13.12.2022)

Experten prognostizieren die Strompreisentwicklung für 2023Wenn es um den Strompreis geht, ist Deutschland seit Jahren an der Spitze, lediglich in Dänemark ist der Strom so teuer wie hierzulande. Dabei zahlten Verbraucher im Durschnitt 35 Cent die Kilowattstunde im Jahr 2021. Nachdem Beginn der kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine und den damit einhergehenden Sanktionen steig vor allem der Gaspreis massiv an, Höchstwerte von über 300 Euro die Megawattstunde wurden dabei in der Jahresmitte erreicht. Durch das sogenannte Merritt-Order-Prinzip diktierten somit die Gaskraftwerke den Strompreis.

Zum Jahreswechsel flattern mehr als 7 Millionen Haushalten nun Briefe mit teils saftigen Preiserhöhungen ins Haus. Check24 ermittelt dabei einen Schnitt von 60,5 % während Verivox ein Plus von 54 % sieht. In Einzelfällen können die Erhöhungen dabei weiter über 100 % liegen.

Doch wie geht es weiter? Das Nachrichtenportal von Web.de fasst Expertenmeinungen zusammen. Und im Grundtenor werden uns die hohen Preise wohl erhalten bleiben, Preise unter 40 Cent wird es in den Jahren 2023 und 24 wohl nicht geben, in den Tendenz seien auf 50 Cent möglich.

Ab März 2023 soll Rückwirkend zum Januar die Strompreisbremse in Kraft treten, diese soll für 80 % des Vorjahresverbrauchs dem Strompreis bei 40 Cent die Kilowattstunde deckeln, der Vergleichsweise hohe Deckel soll weiterhin Sparanreize schaffen. Andere europäische Länder deckeln die Preise deutlich niedriger so liegt der Strompreisdeckel in Österreich zum Beispiel bei 10 Cent, und in Frankreich, durch deren marode Atominfrastruktur aktuell mehr Gas als je zuvor verstromt wird, deckelt den Tarif für Privathaushalte zwischen 14 und 18 Cent je nach Region.

Ein Rückgang der Strompreise ist erst dann zu erwarten, wenn die Gaspreise sinken oder die Gaskraftwerke aus dem Strommix vollständig verdrängt werden. Gerade letzteres könnte dank des verschlafenen Netzausbaus seitens der Netzbetreiber und der Politik in absehbarer Zeit eher schwierig werden – für den Netzausbau gab es im übrigen schon Anfang der 2000 und Anfang der 2010er Jahre Strompreiserhöhungen – eine Erhöhung der Netzentgelte ist in den neuerlichen Preisanpassungen im Übrigen mit inbegriffen.

Die flächendeckenden, Teils exorbitanten Preiserhöhungen führten zuletzt zu einer Gesetzesnovelle, diese soll sogenannte Mitnahmeeffekte unterbinden. Nach dem Gesetzesentwurf könnten Preiserhöhungen sogar untersagt werden, wenn der Anbieter die Erhöhungen gegenüber dem Bundeskartellamt nicht legitimieren kann. Dies ist eine Beweislastumkehr, musste bisher das Kartellamt den Missbrauch nachweisen, so sollen nun die Versorger nachweisen nicht missbräuchlich zu handeln.

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